Die Hüfte eines Neugeborenen lässt sich im Ultraschall vollständig beurteilen, schmerzfrei und ohne Strahlung. Deshalb steht diese Untersuchung in Österreich am Anfang jedes Kinderlebens: Eine Hüftdysplasie sieht man dem Kind nicht an, sie tut nicht weh und fällt ohne Ultraschall oft erst auf, wenn das Kind zu laufen beginnt. In den ersten Lebenswochen genügt zur Behandlung meist eine Spreizhose. Je später sie entdeckt wird, desto aufwendiger wird es.
Der Eltern-Kind-Pass sieht zwei Hüftultraschalle vor: den ersten in der ersten Lebenswoche, den zweiten zwischen der sechsten und achten Lebenswoche. Ist ein Befund auffällig, kontrollieren wir in kürzeren Abständen.
Ihr Kind liegt seitlich in einer Lagerungsschale, die Untersuchung dauert wenige Minuten und tut nicht weh. Sie bleiben die ganze Zeit dabei, und das Ergebnis besprechen wir gleich im Anschluss.
Die meisten Befunde brauchen keine Operation. Eine Reifungsverzögerung behandeln wir mit Spreizhose oder Schiene und kontrollieren den Verlauf im Ultraschall, bis die Hüfte stabil ist.
Für den ersten Termin bitte gleich nach der Geburt anrufen. Die erste Lebenswoche ist schnell vorbei.
Den Eltern-Kind-Pass und frühere Ultraschallbefunde, falls es schon welche gibt. Ein satter, ruhiger Säugling lässt sich deutlich leichter untersuchen als ein hungriger, planen Sie den Termin also nach der Mahlzeit.
Das Hüftgelenk reift in den ersten Lebenswochen am schnellsten. In dieser Zeit lässt sich eine Fehlentwicklung mit einfachen Mitteln korrigieren. Wird sie erst beim Laufenlernen entdeckt, ist der Aufwand ungleich größer.
Beckenendlage, Hüftdysplasie in der Familie, eine Mehrlingsschwangerschaft oder Fehlstellungen der Füße erhöhen das Risiko. Untersucht wird unabhängig davon jedes Kind, das ist genau der Sinn eines Screenings.
Ich bin Wahlarzt. Sie bekommen nach dem Termin eine Honorarnote und reichen sie bei Ihrer Krankenkasse ein.